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«Wort und Sache "Fehler"
bilden nicht nur in der Alltagssprache ein weites Feld. Versuche
zu präzisieren führten in den Geisteswissenschaft etwa
vom bürgerlichen Bildungsroman ("Durch Fehler lernen")
zu Sigmund Freuds "Fehlhandlungen" und in den Ingenieurswissenschaften
etwa zu Claude Shannons "Theory of Communication".
Wo bei Freud Fehler stets einen (versteckten) Sinn haben, gelten
sie bei Shannon als sinnloser, allerdings notwendig existenter
und quantifizierbarer Faktor in einem rein syntaktisch betrachteten
Zeichenfluss. Chancen, hier zu einer befriedigenderen Taxonomie
zu kommen, liegen vielleicht in neueren wissenschaftlichen Ansätzen
und im besonderen in der sogenannten "Computertheorie des
Geistes".»
(Manuel Bonik, Abweichende Determination - Ansätze zu einer
Turing-Taxonomie "des" Fehlers)
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